„In der kurzen Zeit unglaublich viel gelernt“

Freiwillige aus Salzburg berichten

Sechs Freiwillige waren in ganz Europa unterwegs – von Rumänien über Frankreich, England und Spanien bis nach Lettland und Litauen – und berichten hier von ihren Erfahrungen.

Veronika bei ihrem Freiwilligeneinsatz in SpanienVeronika bei ihrem Freiwilligeneinsatz in Spanien

Veronika, Freiwilligeneinsatz in Spanien:

„Ich bin seit zwei Monaten in Spanien und arbeite mit Menschen mit Autismus. In der kurzen Zeit habe ich unglaublich viel gelernt, mich an den Lebensstil gewöhnt, neue Freunde gefunden, habe unterschiedlichste Dinge unternommen und kann nur sagen, dass die Zeit viel zu schnell vergeht.

 

Sonja bei ihrem Freiwilligeneinsatz in Litauen

Sonja, Freiwilligeneinsatz in Litauen:

„In meinem Projekt in Vilnius (Litauen) bin ich in einem Altersheim und beschäftige mich mit den Bewohner*innen in verschiedenen Tätigkeiten wie Bowling, Gesellschaftsspiele, einem kleinen Sprachkurs oder Nordic Walking. Die Leute sind sehr liebenswert, haben interessante Lebensgeschichten und ich habe mich von Anfang an willkommen gefühlt.“

 

Katharina bei ihrem Freiwilligeneinsatz in FrankreichKatharina, Freiwilligeneinsatz in Frankreich:

„An meinem Freiwilligenprojekt in Frankreich gefällt mir besonders, dass es so vielfältig ist – manchmal arbeite ich mit Leuten die älter sind als ich, manchmal mit Jüngeren, manchmal mit Franzos*innen, manchmal mit Ausländer*innen, manchmal im Büro, manchmal außerhalb, … und ich bin für alles zuständig, was einen Bezug zum Internationalen hat – Infos über mögliche Auslandsaufenthalte sammeln, Sprachkurse geben, über Erasmus+ und die EU informieren, und noch viel mehr! Und ich liebe es, täglich ohne viel darüber nachzudenken eine neue Sprache zu lernen.”

 

 

 

Nicola, Freiwilligeneinsatz in Rumänien:

„Nach ein paar ersten, chaotischen Wochen findet sich schon langsam ein bisschen Ordnung in meiner Arbeitswoche (Ordnung nach rumänischem Maßstab, nicht österreichischem :D). Gemeinsam mit mehr als 25 anderen Freiwilligen aus ganz Europa (und Brasilien und Georgien) arbeite ich mit Kindern in Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten. Auf dem Bild sieht man mich und eine Freiwillige aus Italien mit zwei Mädchen aus einem Krankenhaus. Neben Malen machen wir hauptsächlich Origami und Luftballonfiguren mit den Kindern. In den Schulen dürfen wir selbst Unterrichtsstunden gestalten und dadurch den Schüler*innen unser Heimatland näherbringen. Gemeinsam mit zwei anderen österreichischen Freiwilligen darf ich außerdem in einem deutschsprachigen Kindergarten einmal wöchentlich mithelfen und eine Stunde gestalten. Von unserer Organisation aus bekommen wir gratis Rumänischunterricht. Das ist sehr hilfreich, da die wenigsten von uns vorher Rumänisch sprechen konnten. Bis jetzt gehen nur einfache Sätze, aber wir vergrößern unseren Wortschatz jeden Tag. 🙂 Natürlich arbeiten wir nicht nur, sondern lernen auch das Land kennen. Bis jetzt waren wir bereits an zwei Wochenenden außerhalb Bukarests unterwegs. Einmal sind wir per Autostopp ans Schwarze Meer gefahren und in der Woche darauf haben wir uns mit dem Zug nach Sinaia, eine sehr schöne Stadt in Transsylvanien, aufgemacht.“

 

Jakob bei seinem Freiwilligeneinsatz in Lettland

Jakob, Freiwilligeneinsatz in Lettland:

„Als ich das erste Mal alleine durch das 8000-Einwohner-Dorf Preili in Lettland ging, war ich ein wenig schockiert. Das Wetter war wunderschön und trotzdem war kein Mensch in dem wunderschönen Park der Stadt. Ich hatte wirklich Sorge, dass meine kommenden zehn Monate sehr langweilig werden würden. Aber ab dem ersten Tag in der Preiļu Brīvā skola, eine Kombination aus Kindergarten und Volksschule, verflogen alle meine Bedenken. Sofort konnte ich mit Kindern arbeiten, spielen und lernen. Die befürchtete „Sprachbarriere“ war nicht spürbar. Auch die Lehrerinnen und Lehrer in der Schule waren sofort daran, Preiļi nicht langweilig werden zu lassen. Sofort wurde ich eingeladen, im Chor zu singen, gemeinsam zu Fußballspielen zu fahren oder Volleyball zu spielen. Sogar eine Gruppe von Radfahrern, von denen kein einziger Englisch sprach, wurde gefunden und sie nahmen mich auf ihre Touren mit. Die Leute waren immer begeistert, etwas über Österreich zu erfahren und noch mehr begeistert, wenn ich Interesse an Lettland zeigte. An den Wochenenden gab es immer eine Möglichkeit die anderen Freiwilligen, die auch in Lettland waren, in irgendeiner Stadt zu treffen. So lernte ich jedes Wochenende mehr und mehr Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus kennen. Es entstand ein sehr aktives Netzwerk aus Freiwilligen, die immer motiviert waren, neue Aktivitäten zu starten und Lettland zu entdecken. Ich habe meinen Freiwilligeneinsatz als Zivildienstersatz absolviert und es gibt keinen anderen Zivildienst, bei dem ich mir vorstellen könnte, dass ich mehr gelernt oder erlebt hätte. Lettland, über das ich vorher so gut wie nichts wusste, ist mir mit seinen Menschen ans Herz gewachsen, und ich bin sehr froh darüber, das Glück gehabt zu haben, an diesem Platz gelandet zu sein.“

 

Johanna bei ihrem Freiwilligeneinsatz in England

Johanna, Freiwilligeneinsatz in England:

„Einzigartig! Einmalig! Augenöffnend! In meinem Freiwilligeneinsatz habe ich acht Kinder zehn Monate lang begleitet in einer Art Buddy-System. Diese zehn Monate haben mir klargemacht, wie gut es mir geht und wie viel mehr wir das schätzen sollten, was wir haben. Die Kinder hatten alle einen sehr schwierigen Background – trotzdem haben sie alle mein Herz erobert und mich mit ihrer Herzlichkeit absolut eingenommen. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit und würde es jederzeit wieder tun!“